Liebe Freundinnen und Freunde des Filmwochenendes,

das Festival steht kurz bevor und wir wissen das die Menge an Filmen die es zu sehen gibt erschlagend sein kann. Deswegen nimmt Sie unser Team mit den Filmtipps an die Hand. Damit sie die richtigen Filme für sich finden. Heute ist es die letzte Ausgabe der Filmtipps im Newsletter. Es erwartet Sie eine bunte Auswahl an Filmen. Vom intensiven Thriller aus der Türkei bis zur etwas verrückten Komödie aus Frankreich. Diesmal immer mit einem persönlichen Touch des Team Mitglieds das den Film ausgesucht hat. 

 

„The Things you kill“ (Türkei 2025)

Von Matteo Saam:

Alireza Khatamis intensives Thriller-Drama begleitet den Literaturprofessor Ali, der in die Türkei zurückkehrt, um seine kranke Mutter zu pflegen – und nach ihrem plötzlichen Tod in ein Geflecht aus Schuld, Lügen und familiären Abgründen stürzt. Während sein autoritärer Vater verschwindet und die Polizei ermittelt, verliert Ali zunehmend den Halt. Mit hypnotischen Bildern, dichter Atmosphäre und Anklängen an David Lynch erzählt der Sundance-Preisträger 2025 von Geheimnissen, die Familien zerstören. Als kanadische Oscar-Einreichung 2026 unbedingt sehenswert.

 

„Fidil Ghorm“ (Irland 2024)

Von Birgit Pelchmann:

Wenn nur noch ein Wunder hilft – wer würde dann nicht an Magie glauben? Wer würde nicht nach verborgenen Kräften suchen, nach einem geheimen Weg … oder sogar nach einem Druiden? Die zehnjährige Molly jedenfalls tut genau das. Sie hat ihre ganz eigenen Ideen – und einen kleinen Bruder, der fest an sie glaubt. 

Musik öffnet Räume für alle Emotionen. Sie lässt uns tanzen, lachen, weinen. Sie wiegt uns sanft in den Schlaf. Doch gibt es auch eine Melodie, die jemanden aus dem tiefsten Schlaf zurückholen kann? Ich glaube mit Molly fest daran.

Eine kleine Perle ist dieser märchenhafte Film, der mich im Sturm erobert, berührt und verzaubert hat. Er ist mir im Herzen geblieben – nicht umsonst gewann er den Publikumspreis für den besten irischen Spielfilm beim Newport International Film Festival. Also: die ganze Familie einpacken, Kopfhörer nicht vergessen (der Film wird deutsch eingesprochen) – und auf ins Kino.

 

„Girls don‘t cry“ (Deutschland 2025)

Von Nicole Stieger:

Mädchen weinen nicht - so der Titel. Mädchen sind stark, selbstbewusst und voller Power. Der Film bewegt, weil er eben zwar das zeigt, jedoch auch die Unsicherheit und die Verletzlichkeit von jeder Einzelnen der sechs jungen Frauen. Die Regisseurin hat auf verschiedenen Kontinenten Protagonistinnen begleitet, die ihre eigene Geschichte erzählen: entweder von der Flucht aus alten Traditionen in ein selbstbestimmtes Leben, der Suche nach der eigenen Identität in einer Welt, in der das Äußere mehr zählt als das Innere, dass es wichtig ist, zu seinem Körper zu stehen, oder die Verantwortung für ein ungeborenes Leben zu übernehmen. Auch wenn der Dokumentarfilm feministisch wirkt, und ihn sicher gerne Mütter mit ihren Töchtern zusammen ansehen, ist er für (junge) Männer auch interessant, da er Themen anspricht, die heutzutage in unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken sind bzw. mit denen Jeder konfrontiert wird. Der Film regt zum Nachdenken oder Staunen darüber an, dass vieles von dem, was im Film gezeigt und erzählt wird, immer noch Realität ist.

 

„La guitarra flamenca de Yerai Cortés“ (Spanien 2024)

Von Christian Molik:

Es zieht einen sofort in den Bann – die Musik, der Tanz, der Gesang, die Straßen-, Konzert- und Studioszenen - und natürlich das Gitarrenspiel von Yerai Cortés. Doch es ist mehr als ein Musikfilm: ein außergewöhnliches Format, in dem Regisseur Anton Álvarez, selbst kein Filmemacher, sondern als Rapper C. Tangana bekannt, zu Wort kommt über seine Begegnung mit dem Protagonisten. Durch ihn gelingt es, sich als Zuschauender der Familie Yerais mit der nötigen respektvollen Distanz anzunähern. Denn mit derselben Behutsamkeit konfrontiert Cortés anhand des Filmdrehs seine Familienangehörigen mit über Jahre Unausgesprochenem und Ungeklärtem, verzweifelt daran, erfährt Rückschläge aber lässt nicht locker. Daran teilzuhaben ist berührend, insbesondere wenn seine Ex-Partnerin ihn begleitet auf dem Weg, das letzte große Geheimnis zu lüften. Dazu gibt’s noch einen Moment der Selbstironie zur spanischen Romakultur.

 

„Baise-en-ville“ (Frankreich 2025)

Von Thomas Hofmann:

Martin Jauvat muss einfach ein Wes Anderson-Fan sein. „Baise-en-ville“, sein zweiter Langfilm, ist quietschbunt und herrlich abgedreht. Aber Jauvat hat nicht nur Regie geführt, er ist auch in der Hauptrolle als der 20-jährige Sprite zu sehen, der endlich erwachsen werden soll und seinen Führerschein machen will. Aber darum geht es natürlich nur an der Oberfläche...  Ein wunderbarer Spaß und mein persönlicher Filmtipp für alle frankophilen Filmfans beim Internationalen Filmwochenende!

 

"Look Back" (Japan 2024)

Ayumu Fujino ist eine aufgeweckte Schülerin, die regelmäßig einfache Manga für das Schulmagazin zeichnet. Ihre Werke kommen sowohl in der Schule als auch bei ihrer Familie gut an. Als ihr Lehrer sie eines Tages informiert, dass ihre Klassenkameradin Kyomoto ebenfalls Manga im Magazin veröffentlichen will, und sie deren Zeichnungen sieht, ist Ayumu fassungslos: Kyomotos Stil ist technisch stark, detailverliebt und völlig anders als ihr eigener. Die Begegnung löst in ihr gleichzeitig Bewunderung und Eifersucht aus. Sie fühlt sich herausgefordert, sich zu verbessern, was sie immer stärker antreibt. Im Laufe der Zeit wandelt sich die anfängliche Konkurrenz in eine tiefe Freundschaft und die Mädchen streben gemeinsam nach künstlerischer Weiterentwicklung. Doch ein einschneidendes Ereignis stellt plötzlich alles auf den Kopf.

Alle Infos zu den Filmen, finden Sie im Programmheft und auf unserer Webseite. Der Kartenvorverkauf und Reservierungen sind ab Mittwoch den 28.01.2026 ab 17 Uhr möglich. Weitere Infos dazu finden Sie unter "Tickets kaufen" und "Tickets reservieren"

Programmheft 2026 PDF

Programm 2026

Programmspiegel 2026

Die Spielzeiten der einzelnen Filme finden Sie in unserem Programm Spiegel oder auf unserer Webseite. 

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Schöne Grüße und Viel Spaß beim Filme schauen

Euer FiWo Team